Franz Bydlinski

Mitbegründer und Veranstalter bis 2004

Franz Bydlinski (1931 - 2011), geboren in Rybnik, im polnischen Oberschlesien, studierte ab 1950 Rechtswissenschaften in Graz, wo er alsbald wissenschaftliche Hilfskraft und danach Assistent bei Walter Wilburg wurde. Seiner Promotion 1954 folgte bereits 1957 die Habilitation für Österreichisches Privatrecht. Danach war er außerordentlicher Professor an der Universität Graz; 1963 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Bonn, wo er bis 1967 lehrte. Von 1967 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 war er ordentlicher Professor für Zivilrecht an der Universität Wien. Gemeinsam mit Helmut Koziol gründete er 1970 den „Hochschulkurs für absolvierte Juristen“ Traunkirchen/Altmünster und leitete diesen bis 2004. Franz Bydlinski hat in zahlreichen Arbeitsgruppen die österreichische Gesetzgebung führend beraten. Von 1963 bis 1989 war er Schriftleiter der „Juristischen Blätter“ (JBl). Für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet des gesamten Zivilrechts, der juristischen Methodenlehre und der rechtsethischen Fundierung des Privatrechts wurden Franz Bydlinski zahlreiche Ehrungen zuteil: Er erhielt zweimal den Theodor-Körner-Preis sowie 1976 den Kardinal-Innitzer Würdigungspreis. Im Juni 2007 wurde er mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt er für sein Lebenswerk den großen Kardinal-Innitzer-Preis. Die Universitäten Salzburg, München, Kattowitz und Trnava verliehen ihm Ehrendoktorate. Franz Bydlinski war wirkliches Mitglied der Österreichischen und korrespondierendes Mitglied der Göttinger, der Polnischen sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.